Davor Cesljar
 - 29. August 2019

SAP PIM – Produktinformationen durchgängig verwalten

Um ihre Wettbewerbsfähigkeit aufrechtzuerhalten, müssen Unternehmen heute sowohl klassische als auch moderne Marketing- und Vertriebskanäle mit aktuellen und hochwertigen Produktdaten zu versorgen. Dies wiederum erfordert ein zentrales Management sämtlicher Produktinformationen. An dieser Stelle setzt SAP PIM an. Was sich hinter der Unternehmenslösung verbirgt und wo die Vorteile liegen, lesen Sie auf dieser Seite.

Was ist SAP PIM?

SAP PIM (Product Information Management) ist eine Lösung, in der sämtliche Produktinformationen zusammengeführt, verwaltet und für unterschiedliche Kanäle bereitgestellt werden können. Als Datenquellen kommen hierbei sowohl interne Stellen (z. B. Konstruktion und Marketing) als auch externe Partner wie Lieferanten infrage. Technisch betrachtet können die Daten sowohl aus SAP-Systemen (z. B. SAP Commerce Cloud), aus elektronischen Katalogen oder auch aus Standardformaten wie Microsoft Excel stammen.

SAP PIM sorgt dafür, dass all diese Informationen nicht in Silos landen, sondern konsolidiert werden. Als „Single Point of Truth“ verbindet es also sämtliche Bereiche, die an der Erstellung und Nutzung von Produktinformationen beteiligt sind. Insbesondere für Unternehmen mit einem umfangreichen Produktportfolio und zahlreichen Produktvarianten ist dies ein signifikanter Vorteil. Von SAP PIM werden zudem mehrere Sprachen unterstützt, was einen Pluspunkt im internationalen Geschäft darstellt.

Zentral vorliegende, harmonisierte und qualitätsgeprüfte Produktdaten können im zweiten Schritt mehrfach verwendet werden. Nur einige Beispiele sind die Übergabe von Daten und Medien an Printkataloge, Websites, Online-Shops, Marktplätze, Handelspartner und ERP-Systeme.

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Welche Ziele verfolgt SAP PIM?

Die wesentlichen Ziele von SAP PIM sind eine schnellere Time-to-Market, höhere Konversionsraten, Umsatzsteigerungen und eine größere Marktreichweite. Verbesserte Conversion Rates werden in erster Linie realisiert, indem Kunden an allen Touchpoints aktuelle, qualitativ hochwertige Daten für ihre Entscheidungsfindung bereitgestellt werden. Die größere Reichweite am Markt lässt sich erreichen, da das Product Information Management von SAP eine Mehrfachverwendung von Produktinformationen erlaubt. So lassen sich die Daten unter anderem in Online- und Offline-Vertriebskanälen, Suchmaschinen und sozialen Medien einsetzen, ohne sie kanalspezifisch aufbereiten zu müssen.

Die weiteren Ziele und Vorteile von SAP PIM lassen sich wie folgt zusammenfassen:

– Transparenzsteigerung durch abteilungsübergreifende Zusammenarbeit
– Bessere Auffindbarkeit von Produktinformationen durch leistungsstarke Suchfunktionen
– Reduzierung kundenindividueller Anwendungen und Prozesse
– Kostensenkung durch Prozessautomatisierung
– Verbesserung der Datenqualität

Die Hauptfunktionen von SAP PIM

Die Kernfunktionen von SAP PIM orientieren sich am Produktinformationsprozess. Dieser kann in vier Schritte unterteilt werden:

Schritt 1: Datenübernahme aus verschiedenen Quellen (inkl. Massendatenimport)
Schritt 2: Validierung der Datenqualität (inkl. automatisierter Fehlerprüfung und Compliance)
Schritt 3: Zentrale Verwaltung von Produktinhalten (Produktdaten anlegen und ändern, Mediendaten hinzufügen, bereichsübergreifende Kollaboration und Workflows)
Schritt 4: Datenübergabe an Vertriebskanäle (inkl. Vorschaufunktion für verschiedene Kanäle)

SAP PIM

Zusammenspiel von ERP und PIM

Ein reines ERP reicht in der Regel nicht aus, um sämtliche Produktdaten zu verwalten. Es dient lediglich dem Management einiger kaufmännischer und technischer Grunddaten. Geht es jedoch um Content wie Bilder, technische Zeichnungen, Videos oder Katalogdaten, ist die zusätzliche Nutzung einer PIM-Lösung notwendig. Das ERP-System muss in diesem kombinierten Szenario dann nur die Transaktionsdaten verwalten, während die Produktdaten vollständig im PIM gemanagt werden. Eine Modifikation der ERP-Software ist in diesem Fall ebenfalls nicht erforderlich.

Welche Rolle spielt SAP Product Content Hub?

Was das Management von Produktinformationen betrifft, so fokussiert sich SAP derzeit auf die Lösung „SAP Product Content Hub“. Das Produkt enthält sämtliche der zuvor genannten Features. Es handelt sich jedoch um Software-as-a-Service mit reiner Cloud-Bereitstellung. Selbstverständlich lässt sich SAP Product Content Hub problemlos in Verbindung mit angrenzenden SAP-Lösungen wie der Omnichannel-Commerce-Plattform „SAP Commerce Cloud“ und SAP C/4HANA nutzen.

Davor Cesljar

Davor Cesljar

Mein Name ist Davor Cesljar und ich bin Experte rund um das Thema CRM und Digitalisierung der Customer Experience. Als Fachbereichsleiter von Customer First berate ich Unternehmen – vom Start-Up bis zum Konzern – strategisch auf diesem Gebiet und verbinde dabei meine fachliche Expertise im Bereich CX mit individuellen Kundenanforderungen.

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2 Kommentare zu "SAP PIM – Produktinformationen durchgängig verwalten"

Julia Lowe - 5. September 2019 | 8:10

Ich hätte da eine kurze Frage.
Kann ich nachvollziehen, wann auf welche Daten zugegriffen wird?
Vielen Dank im voraus
VG

Antworten
Davor Cesljar - 9. September 2019 | 12:02

Guten Tag Frau Lowe,

bei der Frage ob nachvollzogen werden kann wann auf welche Daten zugegriffen wird gibt es 2 Unterscheidungen zu beachten.

Zum einen wäre da das Backend indem die Produktdaten gepflegt werden, da werden Zugriffe und Änderungen protokolliert.

Zum anderen ist das Frontend, also die Website selbst, da ist nur Lesezugriff um die hinterlegten Produktinfos zu sehen aber auch hier ist mit entsprechender Log-Erweiterung möglich Datenabrufe zu protokollieren samt Zeitstempel und allen weiteren Informationen die gewünscht sind.
Wichtige Anmerkung hierzu: Die Daten werden in Logdateien geschrieben aber können beispielsweise mit Hilfe von Kibana anwenderfreundlich dargestellt werden. Auch Diagramme sind möglich um gleich Auswertungen aus den Logs zu fahren.

Beste Grüße
Davor Cesljar

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